Claude Mythos
Samsung. NATO. ENISA. Okta. SK Hynix. Was im April 2026 als kleines Pilotprogramm mit 50 Partnern begann, ist zwei Monate später zu einem der ambitioniertesten KI-Sicherheitsprojekte der Geschichte geworden. Und die Zahlen dahinter machen deutlich, warum das nicht übertrieben ist.
it-rex.de Redaktion·2. Juni 2026·10 Min. Lesezeit·KI • Cybersicherheit • Kritische Infrastruktur
23.000+
gefundene Sicherheitslücken gesamt
200
Partnerorganisationen (50 → 200)
90,6 %
Genauigkeit verifizierter Funde
Was am 2. Juni 2026 passiert ist – und warum es wichtig ist
Anthropic hat Project Glasswing – das bislang ungewöhnlichste Sicherheitsprogramm der KI-Branche – massiv ausgeweitet. Was bisher ein kontrolliertes Pilotprojekt mit rund 50 sorgfältig ausgewählten Partnern war, ist jetzt auf 200 Organisationen in mehr als 15 Ländern gewachsen. Der Unterschied zur ersten Welle ist nicht nur quantitativ, sondern qualitativ: Wo Welle 1 vor allem aus großen Tech-Unternehmen bestand – Microsoft, Google, Nvidia, AWS, Apple – umfasst Welle 2 zum ersten Mal Betreiber kritischer Infrastruktur.
Stromnetze. Wasserversorger. Krankenhäuser. Telekommunikationsanbieter. Das sind die Systeme, bei denen ein erfolgreicher Cyberangriff nicht Datenpannen bedeutet, sondern ausgefallene Operationssäle, schwarze Bildschirme in Leitstellen, unterbrochene Wasserversorgung für Millionen Menschen. Anthropic selbst bringt es in einem Statement auf den Punkt: „Was jeder Partner gemeinsam hat, ist dass ein erfolgreicher Angriff auf seinen Code katastrophal sein könnte.“
Was ist Project Glasswing?
Project Glasswing – benannt nach dem Glasflügel-Schmetterling mit transparenten Flügeln – ist Anthropics kontrolliertes KI-Sicherheitsprogramm. Der Kern: Ausgewählte Organisationen bekommen exklusiven Zugang zu Claude Mythos Preview, dem leistungsfähigsten, aber öffentlich nicht verfügbaren Modell von Anthropic. Sie nutzen es, um ihre eigenen Codebasen auf Schwachstellen zu scannen – bevor staatliche Hacker oder Kriminelle dasselbe tun.
Das Modell ist nicht öffentlich verfügbar, weil es zu mächtig ist: Es findet nicht nur Schwachstellen, sondern entwickelt auch eigenständig Exploits dafür – die Kombination aus beidem macht es zu einem Werkzeug, das in den falschen Händen gefährlicher wäre als alles, was der Markt bisher kannte.
Wer jetzt dabei ist – die neuen Partner
Die Financial Times hat – unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen – eine Reihe der neu aufgenommenen Organisationen identifiziert. Die Bandbreite ist bemerkenswert.
🌊 Welle 1 — April 2026 (~50 Partner)
Amazon Web Services
Apple
Broadcom
Cisco
CrowdStrike
Google
JPMorganChase
Linux Foundation
Microsoft
NVIDIA
Palo Alto Networks
Cloudflare
Mozilla
US-Regierung
+ weitere
🌊 Welle 2 — Juni 2026 (~150 neue Partner, 15+ Länder)
Samsung
SK Hynix
SK Telecom
Okta
NATO
ENISA (EU)
Zscaler
Stromversorger
Wasserversorger
Gesundheitssysteme
Telekommunikation
Hardware-Hersteller
+ ~140 weitere
Länder:
🇦🇺 Australien🇨🇦 Kanada🇫🇷 Frankreich🇩🇪 Deutschland🇮🇳 Indien🇮🇹 Italien🇯🇵 Japan🇰🇷 Südkorea🇳🇱 Niederlande🇳🇿 Neuseeland🇪🇸 Spanien🇸🇪 Schweden🇨🇭 Schweiz🇬🇧 Großbritannien🇧🇪 Belgien
Ihre IT-Infrastruktur zukunftssicher aufstellen?
IT REX Solutions berät Unternehmen in Frankfurt zu KI-ready IT-Infrastruktur, Cloud-Strategien und IT-Sicherheit – aus einer Hand.
Kostenlose Beratung anfragenWas Mythos in zwei Monaten gefunden hat
Zahlen sagen hier mehr als Analysen. Was Anthropic und seine Partner in rund acht Wochen gefunden haben, hätten traditionelle Sicherheitstools Jahre oder gar nicht gefunden.
23.000+
Gefundene Schwachstellen gesamt
Darunter hochkritische Lücken in Systemen, auf die Milliarden Menschen täglich angewiesen sind. Davon sind mehr als ein Viertel als hochgefährlich oder kritisch eingestuft.
1.726
Verifizierte echte Schwachstellen
Manuell durch Anthropic-Sicherheitsforscher überprüft – 90,6 % Trefferquote. In der Sicherheitsbranche ist das ein außergewöhnlich hoher Wert.
6.202
High- oder Critical-Severity-Funde
Betreffen mehr als 1.000 Open-Source-Projekte, die weltweit in Millionen Produkten verbaut sind.
9,1
CVSS-Score: WolfSSL-Lücke
CVE-2026-5194 in WolfSSL – einer Krypto-Bibliothek in Milliarden Geräten. Hätte es ermöglicht, gefälschte Zertifikate zu erstellen und sich als jede Website auszugeben.
1,5 Mio. $
Verhinderte Banküberweisung
Eine Partnerbank nutzte Mythos, um einen laufenden Betrugsversuch zu erkennen und eine gefälschte Überweisung zu stoppen. KI als Echtzeitschutz.
75 / 530
Patches bisher veröffentlicht
Der Engpass ist nicht die KI – es ist die menschliche Kapazität zur Triage, Prüfung und Entwicklung der Patches. Das ist Anthropics offen kommuniziertes Problem.
📌 Fallstudie: Die WolfSSL-Lücke
WolfSSL ist eine Kryptografie-Bibliothek, die in Milliarden von Geräten verbaut ist – von Routern über industrielle Steuerungssysteme bis hin zu medizinischen Geräten. Claude Mythos Preview fand eine kritische Schwachstelle (CVE-2026-5194, CVSS-Score 9.1), die einem Angreifer erlaubt hätte, gefälschte SSL-Zertifikate zu erstellen und sich als jede beliebige Website auszugeben – inklusive Banken, E-Mail-Anbieter oder Regierungsportale. Das Besondere: Mythos entwickelte eigenständig einen funktionierenden Exploit. Ein menschlicher Nutzer auf der gefälschten Website hätte keinen Unterschied bemerkt.
Was Samsung, NATO und ENISA in diesem Programm bedeuten
Die Aufnahme von Samsung, SK Hynix und SK Telecom ist mehr als ein geografischer Meilenstein. Samsung ist der weltgrößte Halbleiterhersteller – seine Chips stecken in Smartphones, Servern, Autos und medizinischen Geräten aller großen Hersteller. Eine unentdeckte Schwachstelle in Samsungs Produktionssoftware oder Firmware wäre nicht nur ein Problem für Samsung. Es wäre ein Problem für die gesamte globale Lieferkette.
Noch symbolisch bedeutsamer ist die Aufnahme von NATO und ENISA. NATO ist kein Tech-Unternehmen und kein Infrastrukturbetreiber im klassischen Sinne – es ist das mächtigste Verteidigungsbündnis der Welt. Dass es Zugang zu einem restriktiv gehaltenen KI-Modell bekommt, das aktiv nach exploitierbaren Schwachstellen sucht, ist kein Marketingzug. Es ist ein Zeichen dafür, wie ernst staatliche Sicherheitsarchitekten die KI-Cyber-Bedrohung nehmen. ENISA, die EU-Agentur für Cybersicherheit, ist das europäische Pendant zu CISA in den USA – ihr Beitritt zu Glasswing verankert das Programm auch institutionell auf EU-Ebene.
🏭
Samsung & SK Hynix
Südkorea — Halbleiter
Weltgrößte Chip-Hersteller. Eine Lücke in ihrer Software betrifft Milliarden von Endgeräten global.
📡
SK Telecom
Südkorea — Telekommunikation
Größter Mobilfunkanbieter Südkoreas. Infrastruktur für Millionen privater und staatlicher Nutzer.
🔐
Okta
USA — Identitätsmanagement
Okta-Sicherheitsvorfälle haben in der Vergangenheit Hunderte Unternehmenskunden gleichzeitig betroffen. Identitätssysteme sind Single Points of Failure.
🛡️
NATO
Brüssel — Militärbündnis
Erstes Mal, dass ein globales Militärbündnis ein restriktives KI-Modell für Offensiv-Erkennung nutzt.
🇪🇺
ENISA
EU — Cybersicherheitsbehörde
EU-weite institutionelle Verankerung von Glasswing. Koordinationsrolle für europäische Mitgliedsstaaten.
⚡
Strom- & Wasserversorger
Weltweit — Kritische Infrastruktur
Erstmals dabei: Betreiber physischer Infrastruktur. Ein Angriff hier würde Millionen direkt betreffen.

Das größere Bild: Warum Starlink, Tesla und autonome Systeme relevant sind
Glasswing deckt in seiner aktuellen Form Energieversorger, Wasserwerke, Telekommunikation und Healthcare ab. Was noch nicht offiziell bestätigt ist – aber aus der Logik des Programms folgt – ist die nächste natürliche Ausweitung: autonome Systeme und Weltrauminfrastruktur.
SpaceX Starlink ist die wichtigste globale Satelliten-Breitband-Infrastruktur der Welt. Über 6.700 Satelliten versorgen Millionen Nutzer in Krisengebieten, abgelegenen Regionen und – über Starlink-for-Maritime und Starlink-for-Aviation – in beweglichen Fahrzeugen und Flugzeugen. Starlink wird aktiv von ukrainischen Streitkräften und NATO-Verbündeten genutzt. Eine kritische Lücke in Starlinks Steuerungssoftware wäre ein nationalsicherheitsrelevantes Ereignis – genau die Art von Szenario, für das Glasswing konzipiert ist.
Tesla produziert nicht nur Autos, sondern Software-defined Vehicles – Fahrzeuge, die über Over-the-Air-Updates aktualisiert werden und über Autopilot-Software verfügen, die Leben und Tod von Insassen und anderen Verkehrsteilnehmern beeinflusst. Gleichzeitig betreibt Tesla mit dem Megapack-Ökosystem eine wachsende Energiespeicher-Infrastruktur, die direkt mit Stromnetzen verbunden ist. Software-Schwachstellen in diesem System wären per Definition kritische Infrastrukturvorfälle.
🛰️
SpaceX Starlink
6.700+ Satelliten, NATO-Nutzung, kritische Kommunikationsinfrastruktur
Glasswing-Aufnahme: noch nicht bestätigt, logisch naheliegend
🚗
Tesla Autopilot / FSD
OTA-Updates in Millionen Fahrzeugen, Software-Bugs = physisches Risiko
Glasswing-Aufnahme: noch nicht bestätigt
⚡
Tesla Megapack / Powerwall
Energiespeicher direkt in Stromnetzen — Ausfall = Netzinstabilität
Energie-Sektor ist in Welle 2 vertreten
🤖
Industrieroboter (KUKA, Fanuc)
Software-Angriffe auf Roboter in Produktionslinien: BMW, Airbus, Bosch
Hardware-Sektor ist in Welle 2 erstmals vertreten

Der Wettlauf: Warum Dario Amodei von einem 6–12-Monats-Fenster spricht
Anthropics CEO Dario Amodei hat intern eine klare Warnung kommuniziert: Es gibt ein 6-bis-12-Monats-Fenster, in dem Mythos einzigartige offensive Fähigkeiten hat, bevor Konkurrenten ähnlich leistungsstarke Modelle entwickeln. Das ist der eigentliche Grund für die Eile hinter der Glasswing-Ausweitung.
OpenAI hat kurz nach Mythos das eigene Modell GPT-5.5-Cyber vorgestellt, das ebenfalls auf Cybersicherheitsfähigkeiten spezialisiert ist – und es einer größeren Gruppe von Partnern zum Testen zur Verfügung stellt. Google Mandiant veröffentlichte seinen M-Trends 2026-Report und betonte: KI entwickle Angriffe in Bezug auf Maßstab, Geschwindigkeit und Raffinesse. Cisco hat als Reaktion auf diese Entwicklung die Frequenz seiner Sicherheitspatch-Meldungen von monatlich auf zweiwöchentlich erhöht.
April 2026
Anthropic startet Glasswing mit ~50 Partnern. Claude Mythos Preview ist das erste Modell mit autonomer Zero-Day-Fähigkeit auf diesem Niveau.
Mai 2026
Glasswing-Update: 10.000+ Funde bestätigt. OpenAI veröffentlicht GPT-5.5-Cyber. Cisco verdoppelt Patch-Frequenz. Weißes Haus blockiert zeitweise Erweiterung auf 120 Organisationen.
2. Juni 2026
Glasswing Welle 2: 150 neue Organisationen, 15+ Länder. Samsung, NATO, ENISA, Okta dabei. 23.000+ Schwachstellen gesamt identifiziert.
2026 Q3–Q4 (erwartet)
Anthropic plant breiteren Zugang zu Mythos-Klasse-Modellen – aber erst nach Entwicklung stärkerer Sicherheitsmaßnahmen. IPO-Gespräche laufen (Oktober 2026 als möglicher Termin).
Der Wettbewerb: Wer sonst noch KI für Cybersicherheit einsetzt
AnbieterModellAnsatzStatus
Anthropic
Claude Mythos Preview
Kontrolliertes Programm, Defense-first, 200 Partner
Aktiv – Glasswing
OpenAI
GPT-5.5-Cyber
Partner-Testing, breiter Rollout geplant
Beta-Testing
Google (Mandiant)
Sec-PaLM / Gemini Security
Integration in Google Cloud Security, SIEM-fokussiert
Verfügbar
Microsoft
Copilot for Security
Defender-Integration, Threat Intelligence, SOC-Automatisierung
Verfügbar
CrowdStrike
Charlotte AI
Endpoint-Protection mit LLM-Analyse, Glasswing-Partner
Verfügbar
Was das für Deutschland bedeutet
Deutschland ist in Welle 2 explizit als eines der 15+ Teilnehmerländer bestätigt. Das ist nicht überraschend – Deutschland ist das größte Ziel für Cyberangriffe in Europa, laut BSI-Lagebericht 2025 mit steigender Tendenz. Gleichzeitig sind deutsche Unternehmen und Behörden besonders exponiert: Automobilzulieferer, Energieversorger, mittelständische Produktionsunternehmen mit veralteter OT-Infrastruktur.
Was Glasswing konkret für Deutschland bedeutet: Deutsche Organisationen, die Zugang bekommen, können ihre Codebasen proaktiv scannen – mit einem Modell, das sie selbst nie entwickeln könnten und das keine andere kommerzielle Lösung repliziert. Der Haken: Die Auswahl erfolgt durch Anthropic. Wer aufgenommen wird, entscheidet nicht der Markt, sondern das Unternehmen. Das macht Glasswing zu einer politisch bedeutsamen Entscheidung – was in den nächsten Monaten noch wichtiger werden dürfte, wenn Anthropics geplanter IPO die Dynamik ändert.
📋
Glasswing trifft IPO-Timing
Die Glasswing-Ausweitung vom 2. Juni 2026 folgte auf Anthropics vertrauliche IPO-Einreichung bei der SEC am Vortag. Analysten sehen den Zusammenhang: Das Programm schafft strategische Partnerschaften mit Regierungen und kritischen Unternehmen – genau die Art von institutionellen Beziehungen, die den Wert eines börsennotierten Unternehmens nachhaltig stärken. Der angestrebte IPO-Termin: Oktober 2026.
Das Fazit
Claude Mythos ist kein normales KI-Update. Es ist das erste Mal, dass ein einzelnes KI-Modell in weniger als zwei Monaten mehr Sicherheitslücken gefunden hat als Jahrzehnte manueller Sicherheitsforschung – und gleichzeitig die Fähigkeit hat, diese Lücken zu exploitieren. Genau deshalb ist es nicht öffentlich verfügbar. Und genau deshalb ist es so strategisch wertvoll. Was Project Glasswing aufbaut, ist kein Produkt. Es ist eine Allianz – zwischen Anthropic, Regierungen, Militärbündnissen und den Unternehmen, auf deren Systeme die Welt angewiesen ist. Wer in diesem Netzwerk sitzt, hat einen Vorsprung. Wer nicht dabei ist, verlässt sich darauf, dass andere seine Lücken finden – bevor es ein Angreifer tut.
FAQ – Häufige Fragen zu Claude Mythos und Project Glasswing
Was ist Claude Mythos Preview?
Claude Mythos Preview ist Anthropics leistungsfähigstes KI-Modell – und gleichzeitig das einzige, das nicht öffentlich verfügbar ist. Es wurde speziell auf Cybersicherheitsaufgaben hin entwickelt und kann eigenständig Schwachstellen in Software finden, Exploit-Code erstellen und mehrere Lücken zu komplexen Angriffsketten verknüpfen. Genau diese Fähigkeiten machen es zu mächtig für eine unkontrollierte Veröffentlichung – und zum Herzstück von Project Glasswing.
Warum ist Claude Mythos nicht öffentlich verfügbar?
Weil es zu mächtig ist. Mythos kann nicht nur Schwachstellen finden, sondern auch Exploits entwickeln und mehrere Lücken zu Angriffsketten verbinden – Fähigkeiten, die kommerziell verfügbare Modelle bisher nicht hatten. In den falschen Händen könnte es als automatisiertes Angriffswerkzeug eingesetzt werden. Anthropic hält es deshalb bewusst zurück und gibt Zugang nur an sorgfältig geprüfte Partner – ausschließlich für defensive Nutzung.
Was ist Project Glasswing?
Project Glasswing ist Anthropics kontrolliertes Sicherheitsprogramm. Ausgewählte Organisationen – insgesamt jetzt rund 200 in mehr als 15 Ländern – bekommen Zugang zu Claude Mythos Preview, um ihre eigene Software auf Schwachstellen zu scannen. Das Programm startete im April 2026 mit etwa 50 Partnern (u.a. Microsoft, Google, Nvidia, Apple), wurde am 2. Juni 2026 auf 150 neue Organisationen ausgeweitet – darunter Samsung, NATO, ENISA und Betreiber von Strom-, Wasser- und Gesundheitsinfrastruktur.
Wie viele Sicherheitslücken hat Claude Mythos bisher gefunden?
Mehr als 23.000, Stand Juni 2026. Davon wurden 1.726 manuell durch Anthropic-Forscher verifiziert, mit einer Genauigkeitsrate von 90,6 Prozent. 1.094 dieser verifizierten Lücken sind als hochgefährlich oder kritisch eingestuft. Ein besonders gravierender Fund: eine Zertifikatsfälschungslücke in der WolfSSL-Bibliothek (CVE-2026-5194, CVSS 9.1), die in Milliarden von Geräten weltweit verbaut ist.
Plant Anthropic einen IPO und welchen Zusammenhang hat er mit Glasswing?
Ja. Anthropic hat laut Berichten vertraulich bei der SEC eingereicht und peilt einen IPO für Oktober 2026 an. Die Glasswing-Ausweitung vom 2. Juni 2026 folgte direkt auf diese Einreichung. Analysten sehen darin eine bewusste Strategie: Das Programm schafft institutionelle Partnerschaften mit Regierungen, Militärbündnissen und systemisch wichtigen Unternehmen – Beziehungen, die den Unternehmenswert bei einem Börsengang substanziell stärken.
Können deutsche Unternehmen Zugang zu Claude Mythos bekommen?
Deutschland ist als eines der 15+ Teilnehmerländer in Welle 2 bestätigt. Allerdings entscheidet Anthropic selbst, welche Organisationen aufgenommen werden – es gibt kein offenes Bewerbungsverfahren. Unternehmen und Behörden, die Interesse haben, können sich über die offizielle Glasswing-Seite (anthropic.com/project/glasswing) melden. Priorität haben Organisationen, bei denen ein erfolgreicher Cyberangriff katastrophale gesellschaftliche Folgen hätte.
Claude Mythos
Project Glasswing
Anthropic
KI Cybersicherheit
Kritische Infrastruktur
Zero-Day Schwachstellen
NATO ENISA
Samsung Sicherheit