EARNINGS FLASH
NVDA Q1 FY2027 · 20. Mai 2026 · Nasdaq: NVDA · Nach Börsenschluss
$81,6 Mrd.
Quartalsumsatz Q1 FY2027
+85 % YoY · +20 % QoQ
$91 Mrd.
Umsatz-Guidance Q2 FY2027
Über allen Analystenschätzungen
$58,3 Mrd.
Nettogewinn Q1 FY2027
+211 % YoY · +36 % QoQ
$80 Mrd.
Neues Aktienrückkaufprogramm
Genehmigt 18. Mai 2026 · Ohne Laufzeit
Nvidia Q1 FY2027 Earnings
Jensen Huang nannte es die größte Infrastrukturexpansion in der Geschichte der Menschheit. Die Zahlen, die Nvidia am 20. Mai 2026 vorlegte, machen diesen Anspruch schwer zu widerlegen. Ein Quartal, das die gesamte Technologiebranche neu kalibriert – und zeigt, wer gerade das Zentrum der KI-Welt besetzt.
Erst mal der Kontext: Was diese Zahlen bedeuten
Um zu verstehen, was Nvidia am 20. Mai gemeldet hat, hilft ein einfacher Vergleich. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 – also vor genau einem Jahr – hatte Nvidia einen Quartalsumsatz von 44,06 Milliarden Dollar. Das war damals bereits ein Rekord, der die Branche in Staunen versetzt hatte. Ein Jahr später: 81,6 Milliarden Dollar. Das ist kein normales Wachstum. Das ist eine Verdoppelung in zwölf Monaten.
Und für das laufende Quartal – Q2 FY2027, also April bis Juli 2026 – erwartet Nvidia einen Umsatz von 91 Milliarden Dollar. Nvidia wächst in absoluten Zahlen um mehr als 10 Milliarden Dollar pro Quartal. Das ist ein Unternehmen, das schneller wächst als die meisten anderen Firmen zusammen groß sind.
„Der Aufbau von KI-Fabriken – die größte Infrastrukturexpansion in der Geschichte der Menschheit – beschleunigt sich mit außerordentlicher Geschwindigkeit. Agentenbasierte KI ist angekommen, leistet produktive Arbeit, generiert echten Wert und skaliert rasant über Unternehmen und Branchen.“
— Jensen Huang, CEO Nvidia, Q1 FY2027 Earnings Call, 20. Mai 2026
Die Zahlen im Detail – wo das Geld herkommt
Nvidia ist längst kein Gaming-Chip-Hersteller mehr. Das Unternehmen hat sich in drei Jahren zur Zentralinfrastruktur der globalen KI-Industrie transformiert. Die Segmentzahlen zeigen das deutlich.
🏭
Data Center
$75,2 Mrd.
+92 % YoY · +21 % QoQ
92 % des Gesamtumsatzes
Das Herzstück: Blackwell 300 Chips, InfiniBand, Spectrum-X Ethernet, NVLink. Hyperscaler (Amazon, Google, Microsoft, Meta) machen rund 50 % aus – die anderen 50 % kommen von KI-Clouds, Industrieunternehmen, Enterprise und Souveränitätsprojekten von Regierungen.
💻
Edge Computing (Gaming + Workstation)
$6,4 Mrd.
+29 % YoY · +10 % QoQ
8 % des Gesamtumsatzes
PC, Workstation, AI-RAN, Robotik, Automotive. Wachstum durch starke Blackwell-Workstation-Nachfrage, teilweise gebremst durch langsamere Consumer-PC-Nachfrage bei hohen Speicher- und Systempreisen.
Nvidia Quartalsumsatz – Entwicklung
Q1 FY27 (Apr 2026) ← Jetzt
Q2 FY27 (Jul 2026) — Guidance Quelle: Nvidia SEC-Einreichungen Q1 FY2027, 20. Mai 2026. Q2 FY2027 ist Guidance, kein Ergebnis.

Profitabilität in einem Ausmaß, das es so noch nicht gegeben hat
Was diese Zahlen wirklich außergewöhnlich macht, ist nicht nur der Umsatz – es ist die Kombination aus Umsatz und Marge. Nvidia erzielte im Q1 FY2027 eine GAAP-Bruttomarge von 74,9 Prozent. Das bedeutet: Von 81,6 Milliarden Dollar Umsatz blieben nach Produktionskosten 61 Milliarden Dollar übrig. Das Betriebsergebnis lag bei 53,5 Milliarden Dollar. Der Nettogewinn bei 58,3 Milliarden Dollar.
Um das einzuordnen: 58,3 Milliarden Dollar Gewinn in einem einzigen Quartal. Apple, das profitabelste Unternehmen der vorigen Dekade, erzielt typischerweise 25–30 Milliarden Dollar Gewinn pro Quartal. Nvidia hat das in diesem Quartal nahezu verdoppelt. Der operative Cashflow lag bei 50,3 Milliarden Dollar – gegenüber 27,4 Milliarden im Vorjahr. Das ist kein normales Unternehmen mehr.
Bruttomarge
74,9 %
vs. 60,5 % im Q1 FY26
Betriebsergebnis
$53,5 Mrd.
+147 % YoY
Nettogewinn
$58,3 Mrd.
+211 % YoY
Gewinn je Aktie (GAAP)
$2,39
vs. $0,76 im Q1 FY26 (+214 %)
Operativer Cashflow
$50,3 Mrd.
vs. $27,4 Mrd. im Vorjahr (+84 %)
Aktionärsausschüttungen Q1
$20 Mrd.
Rekord-Rückgaben in einem Quartal
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Kostenlose Beratung anfragenDas 80-Milliarden-Dollar-Rückkaufprogramm – was das für Anleger bedeutet
Am 18. Mai 2026 genehmigte Nvidias Aufsichtsrat ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm über 80 Milliarden Dollar – ohne Ablaufdatum. Das ist das größte Aktienrückkaufprogramm, das je von einem Technologieunternehmen angekündigt wurde. Zum Vergleich: Apple, bekannt für aggressive Buybacks, genehmigt typischerweise Programme zwischen 50 und 90 Milliarden Dollar über mehrere Jahre.
Was bedeutet ein Aktienrückkauf konkret? Nvidia kauft eigene Aktien am Markt zurück und zieht sie ein. Dadurch sinkt die Anzahl der ausstehenden Aktien, was den Gewinn pro verbleibende Aktie erhöht – auch wenn der Gesamtgewinn gleich bleibt. Für bestehende Aktionäre ist das eine direkte Wertsteigerung: Ihr Anteil am Unternehmen wächst, ohne dass sie mehr zahlen müssen.
Genehmigtes Volumen
$80,0 Mrd. (neu genehmigt, 18. Mai 2026)
Bereits durchgeführt (Q1 FY27)
~$20 Mrd. an Aktionäre zurückgegeben (Buybacks + Dividenden)
Neue Quartalsdividende
$0,25 / Aktie (vorher: $0,01) – 25× Erhöhung
Dividendenzahlung
26. Juni 2026 · Record Date: 4. Juni 2026
Historischer Vergleich
Größtes Tech-Buyback-Programm aller Zeiten
Das stille Problem: China-Umsatz auf null
Mitten in all diesen Rekordzahlen steckt ein stilles Problem, das der Markt bislang weitgehend ignoriert – aber das langfristig relevant ist. Nvidia erwartet für Q2 FY2027 keinen Umsatz aus China. Das ist eine dramatische Veränderung: Im Q1 FY2026 – also vor einem Jahr – lagen die China-Einnahmen noch bei 4,6 Milliarden Dollar.
Der Grund: US-Exportbeschränkungen haben den Verkauf von Nvidias KI-Chips an chinesische Unternehmen weitgehend blockiert – auch die abgeschwächten H20-Modelle, die speziell für den chinesischen Markt entwickelt worden waren. Der Verlust von 4,6 Milliarden Dollar China-Umsatz pro Quartal wäre für die meisten Unternehmen eine Katastrophe. Nvidia hat es durch Wachstum in allen anderen Märkten mehr als kompensiert – aber das Risiko, dass China mittelfristig eigene KI-Chips skaliert (Stichwort: Huawei Ascend, Lisuan), bleibt real.
China-Umsatz – Entwicklung
Q1 FY26 (vor Exportkontrolle)
Q1 FY27 (heute)
$0 (keine Lieferungen)
Q2 FY27 (Guidance)
$0 erwartet Blackwell 300: Die Maschine hinter den Zahlen
Das Wachstum hat einen Namen: Blackwell 300. Data Center revenue was $75.2 billion, up 92% from a year ago, driven by the ramp of Blackwell 300 products and demand for InfiniBand, Spectrum-X Ethernet, and NVLink solutions. Blackwell ist Nvidias aktuelle GPU-Architektur für KI-Rechenzentren – der Nachfolger von Hopper (H100/H200). Die Blackwell B200 und GB200 Chips sind die teuersten und begehrtesten Halbleiter der Welt. Hyperscaler wie Amazon, Google, Microsoft und Meta warten monatelang auf Lieferungen.
Was als nächstes kommt: Nvidia arbeitet bereits an der Rubin-Architektur, dem Nachfolger von Blackwell, für 2027. Das Unternehmen hat auf seiner GTC-Konferenz im März 2026 den Übergang zu einem jährlichen Chip-Upgrade-Zyklus angekündigt – was bedeutet, dass die Nachfrage strukturell hoch bleiben soll, da jede neue Generation signifikante Leistungssprünge bringt.
Was diese Zahlen für verschiedene Gruppen bedeuten
📈 Für Anleger
Nvidia ist 2026 eines der profitabelsten Unternehmen der Geschichte. Das 80-Milliarden-Dollar-Buyback und die 25-fache Dividendenerhöhung signalisieren, dass das Management die Cashposition als dauerhaft stark einschätzt. Wer NVDA hält: Das Unternehmen gibt mehr Geld an Aktionäre zurück als die meisten Firmen überhaupt verdienen. Wer noch nicht investiert hat: Die Bewertung reflektiert hohes Wachstum – ein Einstieg erfordert Vertrauen, dass der KI-Infrastrukturzyklus langfristig anhält.
🏗️ Für die KI-Industrie
Nvidias Zahlen sind ein Spiegel der gesamten KI-Infrastrukturinvestitionswelle. Was Amazon, Google, Microsoft und Meta in KI-Rechenzentren investieren, landet größtenteils bei Nvidia als Chip-Lieferant. Die 91-Milliarden-Dollar-Guidance für Q2 bedeutet: Die Investitionsbereitschaft der Hyperscaler wächst weiter. Das hat direkte Auswirkungen auf Modell-Verfügbarkeit, Cloud-Pricing und API-Kosten.
🇩🇪 Für deutsche Unternehmen
Deutsche Industrieunternehmen, die KI-Anwendungen in der Produktion, Logistik oder Qualitätsprüfung aufbauen wollen, sind indirekt von Nvidias Chips abhängig – sei es über AWS, Azure oder Google Cloud. Nvidias Dominanz bedeutet: Wer KI skaliert, zahlt Nvidias Preise. Alternativen wie AMD MI300X oder Googles TPUs bieten Konkurrenz, aber noch keinen gleichwertigen Ersatz für das Gesamt-Software-Ökosystem (CUDA).
⚔️ Für Konkurrenten
AMD, Intel, Qualcomm und chinesische Hersteller kämpfen gegen ein Unternehmen, das 74,9 % Bruttomarge erzielt und damit massiv in R&D reinvestiert. Der CUDA-Vorteil – Millionen von Entwicklern, die jahrelang auf Nvidia-Plattformen ausgebildet wurden – ist das größte Moat. Ihn zu durchbrechen dauert Jahre, nicht Quartale.
Das Fazit
Nvidia hat in einem einzigen Quartal mehr verdient als die meisten Unternehmen im Jahr. 81,6 Milliarden Dollar Umsatz. 58,3 Milliarden Dollar Nettogewinn. 74,9 Prozent Bruttomarge. 80 Milliarden Dollar Buyback. 91 Milliarden Dollar Guidance für das nächste Quartal. Die Zahlen sind real, sie kommen direkt aus dem SEC-Filing, und sie sagen etwas über die Gegenwart aus, das schwer zu überschätzen ist: Der Aufbau von KI-Infrastruktur ist das größte Investitionsthema der Weltwirtschaft – und Nvidia ist seine Zentralbank.
FAQ – Häufige Fragen zu Nvidias Q1 FY2027 Ergebnissen
Wie viel hat Nvidia im Q1 FY2027 verdient?
Nvidia meldete einen Rekordquartalsumsatz von 81,6 Milliarden Dollar, was einem Plus von 85 Prozent gegenüber dem Vorjahr und 20 Prozent gegenüber dem Vorquartal entspricht. Der Nettogewinn lag bei 58,3 Milliarden Dollar – ein Plus von 211 Prozent im Jahresvergleich und 36 Prozent zum Vorquartal. Der Gewinn je Aktie betrug 2,39 Dollar (GAAP), gegenüber 0,76 Dollar ein Jahr zuvor.
Was ist Nvidias Umsatz-Guidance für Q2 FY2027?
Nvidia erwartet einen Quartalsumsatz von 91 Milliarden Dollar, plus oder minus 2 Prozent, bei einer Non-GAAP-Bruttomarge von 75 Prozent. Die Guidance übersteigt alle Analystenschätzungen, die im Vorfeld bei rund 88 Milliarden Dollar lagen. China-Umsatz wird für Q2 nicht erwartet.
Was bedeutet Nvidias $80-Milliarden-Aktienrückkaufprogramm?
Der Aufsichtsrat genehmigte am 18. Mai 2026 ein zusätzliches Aktienrückkaufprogramm über 80 Milliarden Dollar ohne Laufzeitbeschränkung. Gleichzeitig erhöhte Nvidia die Quartalsdividende von 0,01 Dollar auf 0,25 Dollar pro Aktie – eine 25-fache Erhöhung. Das Buyback ist das größte je von einem Technologieunternehmen angekündigte Programm und signalisiert, dass das Management die finanzielle Stärke als dauerhaft betrachtet.
Warum ist Nvidias Data Center Segment so dominant?
Das Data Center Segment erzielte 75,2 Milliarden Dollar – 92 Prozent des Gesamtumsatzes, mit einem Wachstum von 92 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Haupttreiber sind Nvidias Blackwell 300 GPUs (B200, GB200), die für KI-Training und Inference in den weltgrößten Rechenzentren eingesetzt werden. Amazon, Google, Microsoft und Meta sind die größten Einzelkunden. Nvidias CUDA-Software-Ökosystem sorgt dafür, dass Entwickler und Unternehmen bei Nvidia bleiben, selbst wenn günstigere Alternativen auftauchen.
Kann man Nvidia-Aktien (NVDA) in Deutschland kaufen?
Ja – NVDA ist über alle deutschen Broker mit US-Marktzugang handelbar: Trade Republic, Scalable Capital, Flatex, comdirect, Interactive Brokers und andere. NVDA wird primär auf dem Nasdaq gehandelt, ist aber auch über XETRA und weitere europäische Handelsplätze zugänglich. Wichtig: US-Aktienanlagen unterliegen in Deutschland der Kapitalertragsteuer (25 % + Solidaritätszuschlag) auf Kursgewinne und Dividenden. Kein Anlageberatungsanspruch – Eigenrecherche und ggf. Finanzberater konsultieren.
Welche Risiken gibt es für Nvidia 2026?
Die drei größten strukturellen Risiken: Erstens US-Exportbeschränkungen, die China als Markt (früher ~4,6 Milliarden Dollar pro Quartal) auf null reduziert haben. Zweitens der Aufbau alternativer KI-Chip-Infrastruktur durch AMD (MI300X/MI400), Googles TPUs, AWS Trainium und chinesische Hersteller wie Huawei. Drittens die Abhängigkeit vom anhaltenden Hyperscaler-Investitionszyklus – bricht dieser ab, würden Nvidias Zahlen schnell reagieren. Kurzfristig gibt es zudem Lieferkettenrisiken und die Herausforderung, Blackwell 300 in ausreichenden Stückzahlen zu produzieren.
Nvidia Earnings
NVDA Aktie
Nvidia Q1 2026
KI Chips
Jensen Huang
Blackwell GPU
Aktienrückkauf
Nasdaq